ComplySwissComplySwiss
HILFE & TRAINING · KAPITEL 1

Einstieg in ComplySwiss

Lernen Sie Benutzerrollen und den AML-Workflow kennen, bevor Sie mit echten Kundendossiers arbeiten.

Help Center

Wofür ComplySwiss entwickelt wurde

ComplySwiss bündelt Kunden-Onboarding, KYC-Nachweise, Risikobewertung, PEP- und Sanktionsscreening, UBO-Prüfungen, Mittel- und Vermögensherkunft, periodische Reviews, Transaktionsmonitoring, Alerts, Untersuchungen und Audit-Nachweise in einem Workflow.

Ziel ist nicht, Compliance-Ermessen zu ersetzen, sondern die Arbeit strukturiert, nachvollziehbar und prüfbar zu machen.

Wer darf was? Benutzerrollen

Ihre Rolle bestimmt, welche Aktionen Sie ausführen dürfen. Im Bereich Team sehen Sie die zugewiesenen Rollen; Ihre eigene Rolle steht auch oben neben Ihrem Namen.

Fachstellenkonten arbeiten innerhalb ihrer verbundenen Mandate, Unternehmenskonten innerhalb ihrer eigenen Organisation. Zugriffe hängen von Rolle und Zuständigkeitsbereich ab.

Die Übung unten erfordert eine Rolle mit Erfassungsrechten. Auditoren und Trainees können mitlesen, während eine berechtigte Person die Schritte ausführt.

Firm Admin (Fachstelle)

Darf: Team, Einstellungen und verbundene Organisationen der Fachstelle verwalten; den gesamten AML-Workflow in zugänglichen Mandaten bearbeiten, einschliesslich Regeln, Alerts und Fällen.

Darf nicht: Anträge anderer Fachstellen als Plattformbetreiber prüfen oder nicht zugeordnete Fachstellen und Organisationen verwalten.

Company Admin (Unternehmen)

Darf: Team, Organisationseinstellungen und den gesamten AML-Workflow der eigenen Organisation verwalten.

Darf nicht: Andere Unternehmen verwalten oder Plattformfunktionen für Anträge und Fachstellen nutzen.

Compliance Officer

Darf: Kunden und Transaktionen erfassen, Regeln und Onboarding-Links verwalten, Alerts prüfen oder abschliessen, Fälle bearbeiten und Risikoeinstufungen begründet ändern.

Darf nicht: Team, Organisationen oder Fachstelleneinstellungen verwalten.

Employee (Mitarbeitende)

Darf: Kunden und Transaktionen erfassen, Alerts melden, Fallnotizen hinzufügen und freigegebene Datensätze einsehen.

Darf nicht: Alerts abschliessen, Fälle verwalten oder schliessen, Regeln oder Risikoeinstufungen ändern oder Team und Einstellungen verwalten.

Auditor (nur Lesen)

Darf: Datensätze im zugewiesenen Organisations- oder Fachstellenbereich zur Prüfung einsehen.

Darf nicht: Kunden, Transaktionen, Alerts, Fälle, Regeln oder Teameinstellungen anlegen oder ändern.

Trainee (nur Lesen)

Darf: Datensätze im zugewiesenen Organisations- oder Fachstellenbereich zum Lernen einsehen.

Darf nicht: Kunden, Transaktionen, Alerts, Fälle, Regeln oder Teameinstellungen anlegen oder ändern.

Wenn die Funktionstrennung aktiviert ist, dürfen auch berechtigte Prüfer einen selbst gemeldeten Alert oder selbst eröffneten Fall nicht abschliessend entscheiden. Eine andere berechtigte Person muss diesen Schritt übernehmen.

Der Workflow auf einen Blick

SchrittWas Sie tunWo in ComplySwiss
1. OnboardingKunden anlegen und Kernangaben erfassen.Kunden
2. KYC vervollständigenIdentität, Wohnsitz und Tätigkeitsprofil dokumentieren.AML-Dossier
3. Risiko bewertenRisikofaktoren prüfen und begründen.AML-Dossier / Risiko
4. ScreeningPEP- und Sanktionsprüfung durchführen.Screening
5. UBOs prüfenBei Firmen wirtschaftlich Berechtigte erfassen und prüfen.UBO / Kontrollpersonen
6. SoF/SoW belegenDeklarationen und verifizierte Nachweise dokumentieren.SoF / SoW Evidence
7. Periodisch prüfenKYC, Risiko und Screening regelmässig aktualisieren.Periodic Review
8. Aktivität überwachenTransaktionen erfassen und mit AML-Regeln bewerten.Transaktionen / Regeln
9. UntersuchenAlerts prüfen und bei Bedarf Fälle eröffnen.Alerts / Fälle
10. Nachweise bereitstellenPrüfbare Evidenzpakete erzeugen.SRO-Prüfexport

Ihr erster Übungskunde

Nutzen Sie zum Training einen fiktiven Kunden und arbeiten Sie diese Reihenfolge durch.

  1. Kunden unter Kunden → Neuen Kunden hinzufügen anlegen.
  2. AML-Dossier öffnen und Checkliste prüfen.
  3. KYC-Profil vervollständigen.
  4. Automatische Risikoeinstufung prüfen.
  5. PEP-/Sanktionsscreening durchführen.
  6. Mittel- und Vermögensherkunft samt Nachweisen erfassen.
  7. Bei Firmen UBOs/Kontrollpersonen ergänzen und prüfen.
  8. Periodischen Review durchführen.
  9. Beispieltransaktion erfassen und Monitoring beobachten.
  10. SRO-Prüfexport ansehen.

Drei Grundbegriffe

KYC ist mehr als ein Ausweisdokument

KYC ist das dokumentierte Verständnis darüber, wer der Kunde ist, was er tut und ob die Geschäftsbeziehung zu den erhobenen Informationen passt.

Risiko bestimmt Tiefe und Häufigkeit der Kontrollen

Höheres Risiko verlangt typischerweise engere Prüfungen, stärkere Nachweise und häufigeres Monitoring.

Ein Alert ist nicht automatisch eine verdächtige Transaktion

Ein Alert ist ein Signal zur Prüfung. Untersuchung, Nachweise und Analystenentscheid bestimmen den nächsten Schritt.

Was ein vollständiges Kundendossier zeigen sollte

Ein Prüfer sollte nachvollziehen können, wer der Kunde ist, warum die Beziehung plausibel ist, wie Risiko und Screening beurteilt wurden, welche Nachweise vorliegen und wie Ausnahmen oder Untersuchungen behandelt wurden.

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Training: Verwenden Sie für Übungen fiktive oder Testdaten. Die Anleitung erklärt den Software-Workflow und ersetzt keine Rechtsberatung, SRO-Vorgaben oder das professionelle Ermessen einer Compliance-Fachperson.